Som­me­li­è­re Sandra Calin

Ein Herz für Außenseiter

Sie ist die einzige, die ganz offiziell Wein noch besser finden darf als unser Bier: Unsere Sommelière Sandra Calin.

Bei uns geht ja eigentlich nichts über Bier, aber die Weinauswahl des Restaurants »August und Maria« im Brauereigasthof Hotel Aying lässt natürlich trotzdem keine Wünsche offen. Dass dies so ist, dafür ist eine Frau verantwortlich, in deren Leben Wein schon immer eine große Rolle gespielt hat: Unsere Sandra Calin. »Als ich zehn Jahre alt war, haben meine Eltern ein Weingeschäft bei uns im Ort eröffnet«, erzählt die gebürtige Münsterländerin. Rebsorten und Weingüter waren von da an stets präsent und sollten sie auch in ihrem späteren Berufsleben begleiten. »Wobei ich in erster Linie Hotelfach gelernt habe, um die Welt kennenzulernen. Nur weit gekommen bin ich nicht«, sagt sie lachend.

Nach der Ausbildung im Münsterland war München ihre nächste Station. Die Landeshauptstadt und das schöne Umland ließen die heute 44-jährige von da ab nicht mehr los, der glückliche Zufall führte sie schließlich nach Aying – mit zwei Hintergedanken: »Ich wollte entweder einen potentiellen neuen Arbeitgeber finden oder ein gutes Restaurant, in das ich privat gerne essen gehe.« Ins Restaurant »August und Maria«  im Brauereigasthof Hotel Aying geht Sandra Calin seither sehr gerne – denn es wurde tatsächlich ihr neuer Arbeitsplatz. Seit Januar 2018 ist sie Sommelière und stellvertretende Restaurantleiterin in Aying; in dieser Funktion verantwortet sie die rund 350 Positionen auf der Weinkarte des »August und Maria« und ergänzt sich weintechnisch wunderbar mit Direktor Christian Hollweck und Serviceleiter Karl-Heinz Haverland: Denn deren beider Herz schlägt für die Rotweine. »Meine Leidenschaft gilt eher den Weißweinen«, sagt Sandra.
 
Besonders spannend für unsere Gäste: Sandras Begeisterung gilt Sorten, die – noch! - nicht ganz so bekannt sind, beispielsweise Scheurebe oder Silvaner. Während ihrer Ausbildung zur geprüften Sommelière (»Ein hartes Stück Arbeit, aber sehr lohnenswert«) absolvierte sie ein Praktikum bei einem Winzer, dessen Steckenpferd die Scheurebe ist – und damit war ihr Interesse für die vermeintlichen Underdogs geweckt. »Ich mag auch deutsche Rieslinge oder Weißweine von der Rhone sehr. Wobei ich wirklich offen für alles bin. Das Thema Wein hat eine so große Bandbreite, da wäre es schade, sich zu sehr festzulegen.«  

Ein eigenes Weingut zu bewirtschaften, wäre das was für Sie? »Nein«, sagt Sandra sehr bestimmt. »Dann hätte ich ja keinen Kontakt zu unseren Gästen mehr. Die Verbindung aus Wein und Gastgeber sein möchte ich niemals missen.«

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